| Der Betreiber dieser Webseite ist der hoch-engagierte Martin Mitchell in Australien (ein ehemaliges “Heimkind” in kirchlichen Heimen im damaligen West-Deutschland) |
Schreiben
von Frau Ute Berg, Mitglied des Deutschen Bundestages, an Bischof
Wolfgang Huber betreffs „Kindesmisshandlung“ und
„Kindesmissbrauch“ begangen über mehrere Jahrzehnte
an einer großen Anzahl
von Betroffenen der „ehemaligen Heimkinder“ in
Institutionen der Evangelischen Kirche.
|
xxxxxxxxxUte
Berg |
Berlin |
Sehr
geehrter Herr Bischof,
ich wende mich auf Bitte der
Interessengemeinschaft „Ehemalige, misshandelte und sexuell
missbrauchte Heimkinder“ an Sie. Die bundesweite
Interessengemeinschaft wurde in diesem Jahr in meinem Wahlkreis in
Paderborn gegründet. Sie rekrutiert sich aus Heiminsassen, die
in den 1950, 60er und 70er Jahren in kirchlichen und staatlichen
[Kinder- und] Jugendheimen zwangsweise untergebracht waren. Diese
„Heimkinder“ wurden laut eigener Aussage „körperlich
und seelisch auf unvorstellbare und brutale Weise misshandelt“.
Die
Interessengemeinschaft hat sich folgende Ziele gesetzt. Zum ersten
sollten sich die Kirchen bei den Betroffenen für das zugefügte
Leid entschuldigen. Zum zweiten fordern sie „Rehabilitation“
und drittens verlangen sie eine Entschädigung. Diese Forderungen
wurden in letzter Zeit in verschiedenen Medien - u.a. Spiegel (s.
Anlage), Brisant?ARD-Fernsehen v. 19.1.2004 – öffentlich
formuliert.
Die Interessengemeinschaft befindet sich noch in
ihren Anfängen. Deshalb haben sich die Gründer an mich mit
der Bitte um Hilfe gewandt. M.E. ist das Leid der Heimkinder eine
bedrückende Tatsache und Herausforderung, mit der sich die
damals verantwortlichen Institutionen (Kirchen und Staat) befassen
sollten. In Teilen geschiet dies wohl auch, wie ich weiß.
Dennoch wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie mir mitteilen könnten,
wie die Evangelische Kirche in Deutschland das Schicksal der
Heimkinder und ihre Forderungen beurteilt und welche Maßnahmen
von Seiten der Kirche denkbar sind. Zu ihrer Information lege ich
Artikel aus verschiedenen Medien bei.
Mit herzlichem Dank und
freundlichen Grüßen
U t e B e r g
Ute
Berg
Anlagen
[ Die Überschrift,
kursive, fette, ausgedehnte und in rechteckige Klammern gesetzte und
wiedergegebene Schrift, und verschiedene Schriftarten, in diesem
Schreiben wurde(n) zum Zwecke der Betonung und Aufklärung von
dem jetzigen Redakteur hinzugefügt ]
Dienstag, 14. Febuar 2006 – bisher
KEINE ANTWORT!
DAS SCHWEIGEN DER EVANGELISCHEN KIRCHE IN
DEUTCHLAND BETREFFS INSTITUTIONELLER KINDESMISSHANDLUNG IN
DEUTSCHLAND IST OHRENBETÄUBEND!
THE
SILENCE OF THE PROTESTANT CHURCH IN GERMANY AS REGARDS INSTITUTIONAL
CHILD ABUSE IN GERMANY IS DEAFENING!
[ Erstveröffentlichung auf dieser Webseite: 1. Juni 2004 ]
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